Industrie Str. 15
18069 Rostock

Tel: 0381 12 83 09 63
Mobil: 0172 74 79 046
Fax: 0381 12 83 09 65

Saiten

Vorbemerkung: Alle gängigen Saiten können bei viola and more erworben werden. Deren Preise liegen generell 15 % unter den Preisempfehlungen der Hersteller. Bitte nachfragen per Mail oder Telefon.


Gute Saiten machen einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Klang des Instrumentes aus.


Als Verschleißteile müssen sie regelmäßig ersetzt werden.


Eine Faustregel für die Wechselhäufigkeit:

Spieldauer

1-2 wöchentlich - alle 12-15 Monate

1-2 Std. tägl. - alle 6 Monate

3 - 4 Std. tägl. - alle 3 Monate

mehr als 5 Std. tägl. - alle 1-2 Monate


Neue Saiten vor einem wichtigen Konzert aufziehen: Darmsaiten 1 Woche vorher einspielen, Synthetik-Saiten halten schneller (ca. 2 Tage Einspielzeit)


Lebensdauer

Die Lebensdauer der Saite hängt auch ab vom Material (Stahl ist sehr langlebig, Darm und Synthetik halten kürzer), von der Pflege der Saite (Kolophonium nach dem Spielen mit weichen Tuch entfernen, ab und zu eine Reinigung der Saiten mit Parfum oder Waschbenzin- nichts auf den Lack tropfen lassen!), spielen mit sauberen und trockenen Händen (wer zu starkem Handschweiß neigt, kann Talkumpuder verwenden).


Zur Auswahl

Normalerweise sind Saiten -Sätze gut aufeinander abgestimmt, es ist also eine gute Entscheidung, zunächst den kompletten Satz eines Fabrikats aufzuziehen.


Allerdings klingt gerade bei den Bratschen jede anders und charakteristisch. Es kann also sein, daß ihr Instrument etwas Besonderes haben möchte und hier müssen Sie dann probieren:


Mal muss ein eher dunkler Klang aufgehellt werden, mal muß ein eher schärfer klingendes Instrument mit „versöhnlichen" Saiten bestückt werden, oft stellt die A-Saite ein Problem dar: Sie ist zu schwach, „näselt" oder fällt aus dem Klangbild heraus. Am besten: Mit einem soliden Satz in mittlerer Preisklasse und Stärke beginnen, ab und zu eine neue A-Saite testen und À?genau horchen, was das Instrument dann anbietet. Ein häufiges Problem ist auch der Klangübergang zwischen den Saiten. Auch hier kann mit verschiedenen Saiten und Stärken Abhilfe geschaffen werden. Viele Profis spielen ihre ganz eigene Mischung, z.B. auf den Mittelsaiten Darm, als C eine Wolfram/PEEK und eine Alu-umsponnene als A. Finden sie ihre eigene Variante!


Kleinere Bratschen mit kurzen Mensuren, junge Instrumente oder solche mit sehr fein gemaserten Holz bzw. dickeren Wandstärken vertragen u.U. besser die „starke" Variante der Saite. (Bei Bestellung im Shop bitte angeben).

Die Auswahl richtet sich auch nach dem Preis:


Stahlsaiten

Stahlsaiten sind langlebig und preiswert (werden aber im Shop nicht angeboten, da die Shop-Inhaberin als praktizierende Bratscherin nicht von ihrem Klang überzeugt ist...wer sie trotzdem haben will, möge bitte fragen)


Saiten mit Kunststoff-, Kunstseiden- oder Nylon-Kern

(z.B. Pirastro-Aricore, Corelli-Crystal, Thomastik-Dominant) haben ausgewogene Klangeigenschaften und eine mittlere Lebensdauer. Gut für gehobene Amateur-Ansprüche (oder für die Zweit-Bratsche, die zum Einsatz kommt, wenn das Lieblings-Instrument zu jährlichen Überholung beim Geigenbauer ist).


Eine interessante, auf den meisten Instrumenten gutklingende und relativ langlebige Variante: Saiten mit Hybridkern und für jede Saite eine andere Umspinnung (Alu, Titan, Silbaer Wolfram): z.B. D'Addario Helicore, auch für Berufsmusiker geeignet.


Darmsaiten

Für viele auch eine Glaubensfrage. (eine Kundin: „meine Bratsche mag einfach keinen Kunststoff....") Aufgrund ihrer Modulationsfähigkeit, Klangschönheit, dem weichen Klang und der angenehmen Handhabung besonders bei Profis beliebt. Für sehr hochwertige Instrumente („alter Italiener") nach wie vor fast unverzichtbar (Z.B. Pirastro Eudoxa, Oliv).

Achtung: Sie müssen einige Tage eingespielt werden, bevor sie die Stimmung halten und ihren vollen Klang entfalten. Empfindlich gegen Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen.

Gute Alternativen gibt es in neuerer Zeit durch Saiten mit hochwertigem Kunststoffkern (PEEK): z.B. D'Addario Zyex, Pirastro Obligato. Diese kommen in Klang und Modulationsfähigkeit fast an Darmsaiten heran, halten die Stimmung schnell und sind temperatur- und feuchtigkeitsunempfindlich. Beliebt in Studium, Orchester und beim Solospiel.


Kohlefasersaiten

Kohlefasersaiten (z.B. Corelli Alliance) vereinen fast alle oben genannten Vorzüge in sich, haben aber auch ihren Preis.